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Frauenrath

Die Unternehmensgruppe Frauenrath ist ein in fünfter Generation familiengeführtes Bauunternehmen mit Standorten im nordrhein-westfälischen Heinsberg und im sächsischen Bretnig. Im Jahr 1868 als Pflasterbetrieb gegründet, entwickelte sich Frauenrath seit den 1970er Jahren zu einem modernen Komplettanbieter rund ums Bauen. Ob Projektentwicklung, schlüsselfertiger Hochbau oder Verkehrswege, ob Erdbau, Recycling oder Abbruch, ob Landschaftsbau oder Facility Management: Das mittelständische Traditionsunternehmen verfügt über ein umfassendes Spektrum an Bau- und Dienstleistungen.

Niederlassung in der Wachstumsregion Dresden

In Bretnig, heute ein Ortsteil der Stadt Großröhrsdorf, ist Frauenrath seit 1992 aktiv. Nach der Wiedervereinigung stand für die Unternehmensgruppe fest, dass man sich in den neuen Bundesländern engagieren werde. Den Ausschlag für Bretnig gab der Auftrag für die Erschließung des Gewerbegebietes Bretnig-Ohorn, in dem der Mittelständler heute sitzt. „Die Nähe zu Dresden, die günstige Verkehrsanbindung und die Lage im Dreiländereck bilden für Frauenrath damals wie heute das perfekte Umfeld“, unterstreicht Norbert Fiedler, der seit vielen Jahren als Geschäftsführer für Frauenrath tätig ist. Außerdem schätzt man die Bodenständigkeit und Verbindlichkeit der Menschen in der Region. Über Folgeaufträge, Investitionen und weitere Firmengründungen ist der Standort in der Lausitz in den vergangenen 30 Jahren erheblich gewachsen. Aus anfänglich rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind inzwischen über 120 geworden. Sie bieten vielfältige Leistungen aus einer Hand, vom gewerblichen Hochbau und Straßen- und Kanalbau über Erdbau, Außenanlagen und Landschaftsbau bis hin zu Recycling und Abbruch.

Großröhrsdorf – Eine wachsende Stadt

Frauenrath blieb dem Standort im Bretniger Gewerbegebiet treu. „Man konnte dabei zusehen, wie sich die Flächen durch die Ansiedlung weiterer Unternehmen füllten“, erklärt Norbert Fiedler. Heute ist das Gewerbegebiet ausgelastet. „Dies ist weder Glück noch Zufall“, wie Fiedler berichtet: „Die Stadt kümmert sich erfolgreich um Unternehmen. Stadtrat und Verwaltung ziehen an einem Strang und verfallen nicht in Grabenkämpfe.“ Zudem kann die „Bänderstadt“ auf eine lange industrielle und handwerkliche Tradition zurückblicken, noch heute prägen Fabrikantenvillen das Stadtbild. Im Technischen Museum der Bandweberei ist die Geschichte der Stadt als eines der bedeutendsten historischen Zentren der Bandweberei in Deutschland nachzuvollziehen. Der erfolgreiche Kurs Großröhrsdorfs spiegelt sich auch in der Einwohnerentwicklung wider: Während andere Kommunen des ländlichen Raumes massiv Bevölkerung verlieren, ist die Einwohnerzahl „Gages“ seit Jahren stabil. Zuletzt stieg sie sogar leicht an.

Fiedler selbst stammt aus Freiburg, kam 1997 in die Region und blieb. Das hat Gründe. Nach weiteren Standortvorteilen der Wachstumsregion gefragt, sprudelt es aus ihm heraus: Die malerische Landschaft, niedrige Lebenshaltungskosten, ausgezeichnete Grundversorgung (Kitas, Schulen etc.) und die Freundlichkeit der Menschen. An Großröhrsdorf gefallen ihm zudem die Freizeitangebote wie das Massenei-Bad und das gleichnamige Waldgebiet, das Naturbad Buschmühle und der international bekannte Campingplatz „LuxOase“. Die Stadt liegt zentral zwischen den landschaftlich reizvollen Regionen Oberlausitz, Sächsische Schweiz und dem Elbtal. Auch das Lausitzer Seenland, das Osterzgebirge und der Spreewald sind schnell zu erreichen. Großröhrsdorf ist also ein idealer Ausgangspunkt für Touren. Trotz der ländlichen Idylle ist die Stadt ausgezeichnet angebunden, sie liegt unmittelbar an der Autobahn A4. Im Stundentakt fährt die Regionalbahn auf der Strecke Dresden – Kamenz. Die Fahrtzeiten in die Großstadt Dresden, zu den umliegenden Städten Bautzen, Kamenz und Radeberg sowie zum Dresdner Flughafen sind kurz. Die Metropolen Berlin, Breslau und Leipzig sind in maximal 2 Stunden zu erreichen.

Der Region und Werten verbunden

In der Region war Frauenrath beispielsweise mit der Erschließung für einen neuen Umrüstungs- und Wartungshangar der EFW Elbe Flugzeugwerke GmbH beauftragt, der Platz für zwei A330-Flieger bietet. Außerdem hat das Unternehmen an den Arbeiten zur Neugestaltung des Altmarktes in Bischofswerda mitgewirkt. Die Erschließung für das große Werbeunternehmen Sachsen Fahnen wurde ebenfalls von Frauenrath durchgeführt. Am Ferdinandplatz in Dresden, zukünftig Standort des neuen Verwaltungszentrums der Landeshauptstadt, ist das Unternehmen mit den Tiefbauarbeiten beauftragt. Aktuell begleitet man hier die archäologischen Ausgrabungen. Darüber hinaus betreibt Frauenrath in Bretnig den größten Recyclingplatz Ostsachsens.

„Uns ist es wichtig, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach Möglichkeit selbst auszubilden“, so Fiedler. Und weiter: „In Bretnig erlernen die Auszubildenden unter anderem die Berufe Industriekaufmann/-frau, Gartenlandschaftsbauer/-in, Straßenbauer/-in oder Baugeräteführer/-in. Alle Azubis kommen aus der Region.“ Da das Unternehmen breit aufgestellt ist, können die jungen Leute viele unterschiedliche Erfahrungen sammeln. Wer gut ist und mitdenkt, der wird von Frauenrath übernommen. So kommen zum Beispiel vier der sechs im Bauunternehmen tätigen Poliere aus dem eigenen Nachwuchs. Das Unternehmen beschäftigt darüber hinaus mehrere dual Studierende der Fachrichtungen Wirtschaftsingenieur- und Bauingenieurwesen, die von den regionalen Berufsakademien in Dresden und Bautzen sowie im westsächsischen Glauchau angeboten werden.

„Als Familienunternehmen sind für uns Teamgeist und ein gutes, starkes Miteinander das A und O“, betont Norbert Fiedler: „Denn nur so kommen wir weiter und nur so gestalten wir gemeinsam erfolgreich die Zukunft.“ Welch hohen Stellenwert Chancengleichheit, Toleranz und Fairness sowie die Achtung der persönlichen Rechte und der Individualität eines jeden Einzelnen haben, verrät schon ein Blick in das Leitbild der Unternehmensgruppe, das mit den Kolleginnen und Kollegen an den beiden Standorten in Heinsberg und Bretnig abgestimmt und verabschiedet wurde. Eine Haltung, die Frauenrath übrigens auch mit dem Engagement der unternehmenseigenen Kultur- und Sozialstiftung A. Frauenrath unterstreicht und die einfach passt – zum Handwerk und zur Region.

Interview und Text: Benedikt Oelmann