Sie sind hier: Home > Aktuelles >

Netzwerktreffen der Rückkehrer-Projekte


Pressemitteilung, 28.06.2017, Reno Rössel (Servicestelle Heimat vom Fachkräftenetzwerk Oberlausitz)

Das in der Oberlausitz Fachkräfte gesucht werden, ist längst kein Geheimnis mehr. Das es zahlreiche Projekte gibt, die Rückkehrer und Neustarter unterstützen, muss sich noch rumsprechen.
 
Unternehmen suchen Fachkräfte, Menschen kommen
 
Groß war das Interesse auf der Job-Börse „wiederda“ des Landkreises Bautzen im Dezember letzten Jahres. Über 600 Menschen kamen, um sich über Jobs und Karrierechancen in der Oberlausitz zu informieren. Genau da entstand auch die Idee, Rückkehrer und Neustarter im Landkreis Bautzen individuell zu unterstützen. Das Fachkräftenetzwerk Oberlausitz beantragte bei der Fachkräfteallianz das Projekt „Servicestelle Heimat“. Im Mai 2017 erfolgte der Startschuss und alle Rückkehrer-Projekte der Region wurden zu einem Workshop in das Technologie- und Gründerzentrum nach Bautzen eingeladen. Gemeinsam mit Vertretern der Wirtschaftsförderung und der Regionalentwicklung sollte geschaut werden, was bereits gut läuft und was noch optimiert werden muss.
 
„Ich war in Frankfurt/ Main und hatte wenig Zeit. Schon eine ganze Weile
überlegte ich, in die Oberlausitz zurückzukehren. Ich suchte im Internet, fand
aber nichts. Meine Mutter machte mich auf die Job-Börse aufmerksam, die
in der Weihnachtszeit im Bautzener Best Western Plus Hotel stattfindet.
Heute bin ich froh, wieder da zu sein. Was hätte ich dafür gegeben, wenn
mich jemand unterstützt hätte.“      Lisa Zosel / JMB Aircraft Germany
 
Zahlreiche Initiativen entstanden in den letzten Jahren, um Fachkräfte zu halten oder in die Oberlausitz zurück zu holen. Die Angebote reichen von Job-Portalen im Internet, Unterstützung bei der Suche nach Wohnraum und Kita-Plätzen, bis hin zur individuellen Begleitung der Willkommensprozesse im Unternehmen.
 
Das Netzwerktreffen sollte dem fachlichen Austausch untereinander dienen. Im Fokus der Betrachtung stand zunächst das Leistungsspektrum der unterschiedlichen Projekte. Die Industrie- und Handelskammer Dresden verwies auf vernünftige Präsentationen im Internet. Herr Fiehler, Geschäftsführer für Standortpolitik und Kommunikation beteuerte, dass Job-Angebote echte Stellen sein müssen, welche gut mit den Unternehmen abgestimmt sind. Nur Verlinkungen auf herkömmliche Jobportale würden schnell ermüden und lassen es an Ernsthaftigkeit fehlen. Damit die Suche nicht mit Frustration endet sei es ebenso wichtig, Redundanzen zu vermeiden.
 
Herr Saring von der „Wachstumsregion Dresden“ merkte an, dass es vor allem auf eine individuelle Begleitung ankommt, wenn der Neustart gelingen soll. Nicht die alleinige Job-Vermittlung ist ausreichend, oft müssen Lebenspartner und Kinder mit bedacht werden. Auch Mobilität und das Aufzeigen kultureller Angebote spielen in den ländlichen Regionen eine entscheidende Rolle.
 
Der Fachkräftemangel stellt die Verantwortlichen nicht nur in der Oberlausitz vor neue Herausforderungen. Auch andere ländlich geprägte Regionen kämpfen mit den Folgen des demographischen Wandels. Umso besser muss es gelingen, auch über die Grenzen des Freistaates hinweg nachhaltig aufzuzeigen, dass die Oberlausitz nicht nur ein schöner Landstrich ist, sondern Lebensqualität und gute Jobs zu bieten hat.
 
Noch in diesem Jahr soll es ein nächstes Treffen geben. Thema wird dann die effektive Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Projekten sein, um geschaffene Ressourcen effizient zu nutzen. Auch sollen perspektivisch die Unternehmen sensibilisiert und das Regionalmarketing in Bezug auf berufliche Entwicklungsmöglichkeiten wirkungsvoller gestaltet werden.



Wachstumsregion Dresden
Das Projekt „Ab in die Wachstumsregion Dresden!“ wird mit Mitteln des Freistaates Sachsen nach der Förderrichtlinie FR-Regio des Staatsministerium des Innern gefördert.