Sie sind hier: Home > Aktuelles >

Ergebniskonferenz 2016 des Pilotprojektes „Ab in die Wachstumsregion Dresden!“

 
Pressemitteilung, 22.11.2016
 
Radeberg. Im Conrad-Brüne-Haus der Radeberger Exportbierbrauerei GmbH fand erstmalig eine Ergebniskonferenz des Pilotprojektes „Ab in die Wachstumsregion Dresden!“ statt. Neben der Vorstellung der Projektergebnisse stand die Diskussion über die Chancen einer funktionierenden Stadt-Umland-Beziehung und die Schwerpunkte der weiteren Projektarbeit im Mittelpunkt der Veranstaltung.
 
 Das zunächst für die Unterstützung von Rückkehrern ins Leben gerufene Gemeinschaftsprojekt „Ab in die Wachstumsregion Dresden!“, befindet sich aktuell in der zweiten Projektphase. Initiiert wurde das Projekt von den beiden Großen Kreisstädten Kamenz und Radeberg. Nachdem sich die Große Kreisstadt Großenhain, die Städte Großröhrsdorf und Pulsnitz sowie der Landkreis Bautzen dem Projekt angeschlossen hatten, trat im Januar diesen Jahres die Landeshauptstadt Dresden ebenfalls bei. Des Weiteren wird die Initiative durch die IHK und HWK, den BVMW Wirtschaftsregion Dresden, die Agenturen für Arbeit Dresden, Bautzen, Riesa und Pirna sowie zahlreiche Wirtschaftsunternehmen unterstützt.
 
Neben dem Werben um die Rückkehr abgewanderter Menschen, verstärkt das Projekt derzeit seine Bemühungen auf das Halten der Menschen in der Gesamtregion, auf die Beförderung der interkommunalen Zusammenarbeit, das Stärken des regionalen Images und die Vertiefung der Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen.
 
Neues Jobportal für die Wachstumsregion Dresden
 
Auch in der zweiten Projektphase konnten Erfolgsgeschichten über Rückkehrer, die durch das Projekt „Ab in die Wachstumsregion Dresden!“ unterstützt wurden, geschrieben werden. Die Erweiterung der Projekt-Website „www.wachstumsregion-dresden.de“ gehörte zum wesentlichen Bestandteil in der 2. Projektphase. Eingehend auf den regionalen Bedarf entstand im Juli 2016 ein eigenes Jobportal auf der Projekt-Website, auf dem mittlerweile ca. 30 regionale Unternehmen ihre offenen Stellen veröffentlichen. So haben Rückkehrwillige bzw. Menschen aus der Region eine direkte Anlaufstelle für aktuelle regionale Stellenangebote ohne Zeit- und Leiharbeit. Gleichzeitig unterstützt das Projekt durch dieses Angebot die regionale Wirtschaft bei der Suche nach geeigneten Fachkräften. Seit Einführung des Jobportals haben sich die Zugriffszahlen auf die Website verdreifacht und sind auf insgesamt 20.979 Seitenaufrufe im 3. Quartal 2016 angewachsen. Die steigende Anzahl der gemeldeten Stellenangebote bzw. kooperierender Unternehmen zeigen, dass Handlungsbedarf bei der Vermittlung des vielfältigen Angebotes an offenen Stellen aus der Region besteht. Um das Jobportal zu professionalisieren, wurden Fördermittel aus der Fachkräfterichtlinie des Freistaates Sachsen beantragt und bewilligt. Im 1. Quartal 2017 wird damit das neue und eigenständige Jobportal der Wachstumsregion Dresden online gestellt. Unternehmen der Region werden dann die Möglichkeit erhalten, Ihre offenen Stellen über das neue Jobportal zu veröffentlichen und sich über das Jobportal zu präsentieren. Weitere Informationen wird es ab Januar 2017 geben.
 
Chancen einer Metropolregion
 
Ein weiteres Ziel des Pilotprojektes, die Beförderung der interkommunalen Zusammenarbeit, war ebenfalls Schwerpunkt der Ergebniskonferenz 2016. Herr Raimund Nowak, Geschäftsführer der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg GmbH, stellte die Arbeitsweise zwischen Stadt und Umland am Beispiel der genannten Metropolregion vor. Da Regionen miteinander im Wettbewerb stehen, empfahl Raimund Nowak die Fokussierung einer Metropolregion auf einen Themenschwerpunkt. Für die Wachstumsregion Dresden empfehle sich aus seiner Sicht das Thema Elektromobilität schon aufgrund der hohen Investitionen durch Unternehmen, wie der Daimler AG in Kamenz.
 
Anschließend tauschten sich im Rahmen der offenen Podiumsdiskussion Dr. Ludwig Scharmann (Sächsisches Staatsministerium des Innern), Gerhard Lemm (Oberbürgermeister Stadt Radeberg), Roland Dantz (Oberbürgermeister Stadt Kamenz und LEAD-Partner) und Axel Frech (Geschäftsführer der Radeberger Exportbierbrauerei) zu konkreten Chancen von sinnhaften Kooperationen innerhalb der Wachstumsregion Dresden und den Möglichkeiten der Unterstützung durch Landesregierung bzw. Landesplanung aus. Neben dem Begriff der „Identität“ mit der Heimatregion wird vor allem die Nähe zur Landeshauptstadt Dresden und deren Strahlkraft zukünftig Vorteile für den „Speckgürtel“ (ca. 40 km um Dresden herum) bringen. Nach Aussagen von Oberbürgermeister Lemm, kann die Zusammenarbeit der Region durch das Herausstellen der Stärken eines jeden Einzelnen, gewinnbringend für die Wachstumsregion Dresden sein.

SMI sieht das Projekt als Erfolgsgeschichte
 
Auch Herr Dr. Scharmann sieht als Vertreter des Sächsischen Innenministeriums (SMI) die Vernetzung der Region um die Landeshauptstadt Dresden als sehr positiv an. Er hob hervor, dass es die Mittelzentren Kamenz und Radeberg waren, die eine Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Dresden initiiert haben. Für Herrn Dr. Scharmann ist das durch das Sächsische Staatsministerium des Innern geförderte Projekt eine Erfolgsgeschichte, dass unbedingt nach der Anschubfinanzierung fortgeführt werden und zukünftig sich selbst tragen sollte. Der vierte Podiumsgast, Axel Frech, berichtete über die Fachkräftegewinnung der Radeberger Exportbierbrauerei. Für ihn bringt die Nähe zur Landeshauptstadt Dresden nicht nur Vorteile beim Marketing, wo mit der Semperoper Dresden für das Bier deutschlandweit geworben wird, sondern auch beim Finden von Fachkräften. Herr Frech ist der Meinung, dass die Qualitäten des Umlandes gemeinsam mit der Nähe zur Landeshauptstadt Dresden kommuniziert werden müssen. Denn für ihn ist es besonders wichtig, durch die Bereitstellung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen den Menschen vor Ort eine Perspektive aufzuzeigen.
 
Am Ende der Podiumsdiskussion waren sich alle Teilnehmer einig, dass die Zusammenarbeit und Kooperation des Umlandes mit der Landeshauptstadt Dresden für die Zukunft gewinnbringend ist und weiterhin vertieft und verstetigt werden sollte. Nur dadurch können Chancen, die eine Wachstumsregion Dresden bietet, genutzt und ein positives Image der gesamten Region, über die Grenzen von Sachsen hinaus, erzeugt werden.




Wachstumsregion Dresden
Das Projekt „Ab in die Wachstumsregion Dresden!“ wird mit Mitteln des Freistaates Sachsen nach der Förderrichtlinie FR-Regio des Staatsministerium des Innern gefördert.